04.08.2021

Medienmitteilung

Bronze für Schweizer Nachwuchswissenschaftler an Internationaler Chemie-Olympiade

Vom 25. 07. bis am 02. 08. 2021 fand die 53. Internationale Chemie-Olympiade (IChO) statt. Die Besten von 312 Jugendlichen wurden mit Medaillen und Ehrenmeldungen ausgezeichnet – darunter auch zwei der vier Schweizer Teilnehmenden:

Teamfoto während Exkursion beim Museum Rietberg. V.l.n.r.: Jessica Kurmann, Anastasia Sandamirskaya, Antoine Chèvre, Sandro Pfammatter. (Bild: Daniel Isler).

Screenshot aus der virtuellen Eröffnungszeremonie (IChO 2021).

In einer langen und kniffligen Prüfung, durchgeführt in der ETH Zürich, stellten die Teilnehmenden ihr Wissen unter Beweis. V.l.n.r. : Sandro Pfammatter, Antoine Chèvre, Anastasia Sandamirskaya, Jessica Kurmann. (Bild: Richard Walter)

Maurice Cosandey (links) und Mario de Capitani (rechts), Freiwillige der Schweizer Chemie-Olympiade, bei der Korrektur von Prüfungen. (Bild: Patrik Willi).

 

  • Antoine Chèvre, CEJEF Division Technique (JU)
  • Jessica Kurmann, Aprentas Ausbildungszentrum Muttenz (BL)
  • Sandro Pfammatter, Kollegium Spiritus Sanctus Brig (VS)
  • Anastasia Sandamirskaya, Hull's School (ZH)

 

Sandro Pfammatter erhielt eine Bronzemedaille, Jessica Kurmann eine Ehrenmeldung.

 

Starke Leistung trotz fehlendem Trumpf

«Zumal dieses Jahr die praktische Prüfung wieder wegfiel – ein Schweizer Trumpf – und es mit über 80 Delegationen viel Konkurrenz gab, ist dies eine starke Leistung», kommentiert Patrik Willi, Präsident der Schweizer Chemie-Olympiade. Sandro Pfammatter freut sich über seine Medaille: «Erst war ich etwas skeptisch, da mir die Prüfung relativ schwer vorgekommen ist. Als ich jedoch von den anderen ein ähnliches Feedback erhielt, wurde mir bewusst, dass ich stolz auf meine Leistung sein kann». Die fünfstündige Prüfung am 28. Juli bestand aus neun Aufgaben zu verschiedenen Themen. Zum Beispiel ging es bei einer Aufgabe darum, wie sich Wasserstoffgas auf der Oberfläche von Metall sammelt und absorbiert wird. «Dies ist äusserst interessant als alternativer Energiespeicher der Zukunft», erklärt Patrik Willi.

 

Grüsse aus Japan

Eigentlich hätten alle Teilnehmenden nach Japan reisen sollen, doch wegen der Pandemie musste der Wettbewerb digital durchgeführt werden. Mit einer auf den Anlass zugeschnittenen App sorgten die Organisatoren für einen virtuellen Begegnungsraum für die auf der ganzen Welt verteilten Jugendlichen. «Persönlich fand ich es unglaublich schade, dass das Ganze nicht in Japan direkt stattfinden konnte», sagt Jessica Kurmann. «Trotzdem bin ich froh, dass von allen Seiten versucht wurde, uns ein einmaliges Erlebnis zu ermöglichen». Das Schweizer Team nahm von Zürich aus am Wettbewerb teil und genoss dort zusätzlich ein eigenes Freizeitprogramm.

 

Chemie ist ihr Element

Die Teilnehmenden der Chemie-Olympiade verbindet vor allem eines: Ihre Faszination für das Fach. «Ich verstehe komplexe Zusammenhänge gerne besser», meint Jessica Kurmann. Sie schliesst ihre Lehre ab und möchte dann nach einem Auslandsaufenthalt an der ETH Zürich ein Chemiestudium absolvieren. Anastasia Sandamirskaya findet es auf der Ebene von Atomen und Molekülen besonders spannend, die Welt zu erforschen. Sie will später einmal Mathematik studieren: «Die Sprache aller Wissenschaften». Sandro Pfammatter, der aktuell seinen Militärdienst leistet und danach an einer der ETHs studieren möchte, betont auch die vielseitigen Anwendungen der Chemie: «Jeder von uns braucht täglich Produkte, die direkt oder indirekt mit Chemie verbunden sind».

 

Die IChO kommt in die Schweiz! Die Internationale Chemie-Olympiade ist jedes Jahr in einem anderen Land zu Besuch. 2023 werden die Schweizer Chemie-Olympiade und die ETH Zürich die Veranstaltung zum ersten Mal in der Schweiz ausrichten. Vom 16. bis 25. Juli 2023 werden 900 Teilnehmende, Mentorinnen und Mentoren sowie Freiwillige aus 90 Ländern erwartet. Neben zwei Chemieprüfungen werden die jungen Talente die Schweiz kennenlernen und eine Reihe von kulturellen Aktivitäten erleben.

Links

 

Bilder

Zur freien Verwendung mit Quellenangabe. Download am Ende des Beitrags via Button.

 

Kontakt

Lara Gafner

Kommunikationsbeauftragte

Wissenschafts-Olympiade
Universität Bern

Hochschulstrasse 6

3012 Bern

+41 31 631 51 87

l.gafner@olympiad.ch

Weitere Artikel

Informatik

Die Schweizer Delegation an der zentral-europäischen Informatik-Olympiade

Die Central European Olympiad in Informatics (CEOI) fand vom 1. bis 5. September 2021 online statt. Dieses Jahr haben insgesamt 47 Jugendliche aus 11 verschiedenen Ländern teilgenommen, davon 4 aus der Schweiz.

Verband

Geographie

Dreifache Bronze für Schweizer Jugendliche an Internationaler Geografie-Olympiade

Vom 11. bis 16. August 2021 fand die Internationale Geografie-Olympiade (iGeo) statt. Junge Talente aus 46 Ländern planten Istanbuler Stadtviertel, beschrieben die Bedeutung des Suezkanals und diskutierten über den Klimawandel. Auch vier Schweizerinnen und Schweizer traten mit Erfolg an.

Verband

Hinter den Kulissen des 10. International Swiss Talent Forum

Vom 4. bis 7. August 2021 machten sich junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 10. International Swiss Talent Forum Gedanken zu einem kontroversen Thema: Überwachung. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen.

Wirtschaft

Verband

Die Internationale Wirtschafts-Olympiade im Radio

Die Spitzenleistung des Schweizer Teams an der Internationalen Wirtschafts-Olympiade in der Sendung "SRF 3 Wirtschaft" von 11:50 am 04. 08. 2021.

Verband

Wirtschaft

Schweizer Spitzenleistung an Internationaler Wirtschafts-Olympiade

Vom 26. 07. bis zum 01. 08. 2021 fand die Internationale Wirtschafts-Olympiade (IEO) statt und brachte Jugendliche aus über 44 Ländern virtuell zusammen. Vier Schweizer nahmen an der Veranstaltung teil.

Verband

Mathematik

Dreifache Bronze für die Schweiz an Internationaler Mathematik-Olympiade

Für viele junge Mathegenies war es die wichtigste Woche des Jahres: Vom 18. bis 24. Juli fand die Internationale Mathematik-Olympiade (IMO) statt. Unter den 619 Teilnehmenden aus 107 Ländern waren auch sechs aus der Schweiz, von denen drei je eine Bronzemedaille ergatterten.