03.08.2020

Medienmitteilung

Schweizerin glänzt mit Bronzemedaille an der Internationalen Chemie-Olympiade

Vom 23. bis 30. Juli hiess die Türkei 235 Jugendliche aus 60 Ländern willkommen – allerdings nicht in Istanbul, sondern im Internet. Die Internationale Chemie-Olympiade, kurz IChO, fand wegen der Pandemie virtuell statt.

Auf der Rigi nach der Prüfung. Von links nach rechts: Albert Shang, Lennart Horn, Jasmin Frei, Daniel Isler. (Bild: Patrik Willi)

Das Schweizer Team bei der Prüfung am Samstag. Von links nach rechts: Daniel Isler, Germain Hess (das Maskottchen der Chemie-Olympiade, ein Berner Sennenhund), Jasmin Frei, Lennart Horn, Albert Shang. (Bild: Lukas Lüthy)

Im Technorama. (Bild: Fabian Hollinger)

Jasmin Frei im Labor während der Chemie-Olympiade 2019. (Bild: Chemie-Olympiade)

Lennart Horn und Daniel Isler am Finale der Chemie-Olympiade 2019. (Bilder: Chemie-Olympiade)

Albert Shang im Labor während der Chemie-Olympiade 2019. (Bild: Chemie-Olympiade)

Bei der virtuellen Rangverkündung wurden alle 60 Delegationen vorgestellt. (Screenshot: Wissenschafts-Olympiade)

Vier Chemie-Talente aus der Schweiz hatten sich am nationalen Wettbewerb im April für diese internationale Herausforderung qualifiziert:

 

  • Albert Shang, Ecole Internationale de Genève (GE)
  • Daniel Isler, Kantonsschule Baden (AG)
  • Jasmin Frei, Kantonsschule Wettingen (AG)
  • Lennart Horn, Kantonsschule Solothurn (SO)

 

Jasmin Frei wurde an der IChO 2020 mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet. Ausserdem erhielt Lennart Horn eine Ehrenmeldung.

 

Organische Chemie überwiegt

 

Das Schweizer Team verbrachte die IChO gemeinsam in Zürich, wo die Teilnehmenden am 25. Juli die Prüfung schrieben. Die Mehrheit der Fragen drehte sich um organische Chemie. In einer Aufgabe ging es um eine Methode, mit der Metallionen analysiert werden, die zum Beispiel im Abwasserbecken einer Fabrik gelöst sein könnten. Weiter wurden die Teilnehmenden unter anderem zu Thermodynamik und der einzigartigen Chemie des Elements Bor befragt. Eine praktische Prüfung war auf Distanz leider nicht möglich. "Dies wäre normalerweise die Stärke unserer Teilnehmenden", sagt Patrik Willi, Präsident der Schweizer Chemie-Olympiade. Dennoch gelang es dem Schweizer Team, Resultate zu erbringen, mit denen Willi sehr zufrieden ist. Verkündet wurde die Rangliste in einem Livestream am 29. Juli.

 

Rigi statt Ararat

 

Neben der Prüfung und der Resultatverkündung brachten die Organisatoren der IChO einen täglichen Newsletter heraus, voller Artikel über Chemie oder Sehenswürdigkeiten der Türkei. Letztere konnten Albert, Daniel, Jasmin und Lennart nicht besuchen - dafür die Rigi, das Technorama oder der Escape Room in Zürich. Die Freiwilligen der Chemie-Olympiade sorgten für ein spannendes Programm in der Schweiz. Jasmin Frei ist froh, dass die IChO überhaupt stattgefunden hat. Schliesslich war dies ihre letzte Chance: Nach dem Sommer beginnt sie ihr Studium in Interdisziplinären Naturwissenschaften an der ETH Zürich. Dann kann sie nicht mehr an der Chemie-Olympiade teilnehmen. "Das Beste an der IChO ist es, all die Leute aus der ganzen Welt zu treffen. Aber die letzten Tage in Zürich haben trotzdem sehr viel Spass gemacht", sagt Jasmin. Abgesehen von den anderen Schweizer Teilnehmenden tauschte sie sich mit einem Mitglied der österreichischen Delegation aus, mit dem sie schon an der letzten IChO Kontakt gehabt hatte. Jasmin war nämlich bereits 2019 in Paris mit dabei. Damals reichte es aber noch nicht für einen Platz auf dem Podest. Auf ihre diesjährige Leistung ist Jasmin stolz: "Mit der Medaille an der IChO geht für mich ein Traum in Erfüllung."

 

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Neun Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren.

 

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l.gafner(at)olympiad.ch  

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